Die Kunst, eine japanische Badehose zu binden
Text: Dieter Born (Bonn, 18.04.2012)
Am letzten Tag vor meiner Abreise zu der Japan-Trainingsreise machte ich noch eine Entdeckung: Inmitten von rund 20.000 Seiten neu erhaltener Dokumente zur Budo-Geschichte fand ich eine Anleitung zum korrekten Schnüren traditioneller japanischer Badehosen.

Nachdem ich wochenlang auf das Paket aus Japan gewartet hatte, kam es ausgerechnet am letzten Tag vor meiner Abreise nach Japan: Insgesamt rund 20.000 (!) Seiten zur Budo-Geschichte, die ich in einem Antiquariat aufgetan und mir dann hatte schicken lassen.
Darunter auch Reprints der ersten Jahrgänge der Kodokan-Zeitschriften »Judo« (aus den 1910/20er Jahren) sowie »Kokushi« (seit den 1890er Jahren).
Zwar wäre ich nicht mehr in der Lage, vorher noch schnell alles im Detail zu sichten - aber zumindest einen groben Blick wollte ich doch noch auf meine neue Errungenschaft werfen.
Bekanntlich war Judo-Gründer Jigoro Kano ja auch ein Förderer der traditionellen japanischen Schwimmkunst (suijutsu), und so wunderte es mich nicht, in einem der Bücher eine eingelegte Falttafel aus dem Jahr 1898 zur Schwimmtechnik zu finden:

(zum Vergrößern rechts klicken)
Oben rechts findet sich übrigens die eingangs erwähnte Anleitung zum korrekten Schnüren einer traditionellen japanischen Badehose.
Vielleicht komme ich eines Tages dazu, ein wenig mehr darüber schreiben zu können. Einstweilen möchte ich es aber dabei belassen, diese nette kleine Abbildung als Aufhänger für diesen kurzen Eintrag zu nehmen - denn zuvor muss ich neben einigen anderen Dingen auch noch die Übersetzung von »Daigo 3« fertig machen....
Die Kunst, eine japanische Badehose zu binden





