Olympische Spiele 2008:
Japan nach wie vor weltbeste Judo-Nation
Text: Jennifer Romswinkel
Fotos: David Finch/www.judophotos.com
Viermal Gold, einmal Silber, zweimal Bronze: Mit insgesamt sieben Medaillen führte Japan nach Ende der Olympischen Wettkämpfe die Medaillen-Liste im Judo an, dicht gefolgt von Kuba (6 Medaillen) und Holland (5 Medaillen).
Doch nicht nur das Ergebnis an sich ist ein Grund zum Feiern: Vier weitere Goldmedaillen bedeuten auch einen Ausbau des japanischen Vorsprungs als erfolgreichste Judo-Nation der Welt. Seit Einführung der Sportart Judo als Olympische Disziplin 1964 gingen insgesamt 36 Goldmedaillen in japanische Hände, auf Platz zwei befindet sich Frankreich mit 10 ersten Plätzen.

Die Befürchtung der 1980er und 1990er Jahre, Japan könne seine bisherige Dominanz nicht weiter durchsetzen, ist somit erneut widerlegt. Grund zu der Annahme war die Einführung von olympischen Frauenwettkämpfen im Jahr 1988 verbunden mit der vergleichsweise geringen Ausbildung weiblicher Judoka in Japan. Doch schon in Athen 2004 gewannen die Japanerinnen fünf der acht japanischen Goldmedaillen. Auch in diesem Jahr schnitten sie weitaus besser ab als die Männer: fünf der sieben Medaillen – sei es Bronze, Silber oder Gold – gingen an die weiblichen Judoka.

Beinahe könnte der Erfolg des japanischen Judo-Teams daher als perfekt bezeichnet werden, wäre da nicht der Vergleich mit den Olympischen Spielen in Athen 2004. Schließlich kann sich das jüngste Ergebnis kaum mit acht Gold- und zwei Silbermedaillen messen. Dennoch ist einmal mehr bewiesen, dass dem Land, in dem die Sportart Judo entwickelt wurde, noch immer kaum einer das Wasser reichen kann.
| Name | Gewichtsklasse | Medaille |
| Masato Uchishiba (m) | -66 kg | Gold |
| Satoshi Ishii (m) | +100 kg | Gold |
| Ayumi Tanimoto (w) | -63 kg | Gold |
| Masae Ueno (w) | -70 kg | Gold |
| Maki Tsukada (w) | +78 kg | Silber |
| Ryôko Tani (w) | -48 kg | Bronze |
| Misato Nakamura (w) | -52 kg | Bronze |
Entnommen aus: JAPAN-MAGAZIN, Nr. 170/171, Seite 48, Verlag Dieter Born, Bonn, 2008.
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